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Unser WOB sucht Nachwuchs

World of Breakfast des Taunusgymnasiums in Königstein, auch WOB genannt, ist ein gemeinnütziger Verein, der seine Existenz dem Engagement von ausschließlich ehrenamtlich tätigen Müttern zu verdanken hat. Die vom WOB erzielten Überschüsse fließen projektbezogen der Schule zu. Zur Zeit sind es ca. 65 Mütter, die den Kindern in verschiedenen Teams, täglich ein gesundes und leckeres Frühstück anbieten.

Am Ende dieses Schuljahres verlässt der Doppeljahrgang unsere Schule, das hat aber auch leider zur Folge,dass einige Mütter aus dem WOB-Team ausscheiden. Von daher hoffen Frau Bauder und ihr Team auf Nachwuchskräfte. Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit Frau Bauder, Mobiltelefon 0172/2131166, in Verbindung.

  

Begeisterung bei Schülern und Publikum

Gelungene Konzertabende des Taunusgymnasiums

An den beiden Konzertabenden des Taunusgymnasiums platzte der Theatersaal der Schule schier aus den Nähten, als die Bläser- und Streichergruppen der Klassen 5 und 6, die Chöre der Unter-, Mittel- und Oberstufe und die Orchester die Bühne bevölkerten. Es ist die Fülle des Programms, die an dieser Schule mit Schwerpunkt Musik Auftritte an zwei aufeinander folgenden Abenden notwendig macht, aber auch der Veranstaltungsort selbst. Das Podium selbst reichte nicht mehr aus, insbesondere bei Auftritten mit Chor und Orchester musste außerdem der Platz davor genutzt werden. Dann war der räumliche Übergang zum Publikum fließend: Als Zuhörer in der ersten Reihe fühlte man sich beinahe als Teil des Orchesters, so dicht befand man sich am Puls des Geschehens. Der jeweilige Dirigent oder die Dirigentin musste sich mitunter gar im Publikumsbereich platzieren. Das Auf- und Abtreten mit den Ensembles und die Umbauten zwischen den Auftritten grenzten bei etwa 200 Mitwirkenden an eine logistische Meisterleistung.
Die beiden Abende standen unter der Leitung des bewährten Musikpädagogen-Teams Tina Müller-Behet (Chöre, Klavierbegleitung), Michael Neubeck (Orchester, Bläser) und Joachim Wormsbächer (Orchester, Streicher); durch das Programm führte Martin Hublow mit plastischen, lebendig schildernden Anmerkungen zu den aufgeführten Werken. Die Schüler der Bläser- und Streichergruppen eröffneten die beiden Schulkonzerte, wobei am ersten Abend die Fünftklässler, am zweiten die Sechstklässler spielten; es erklangen ansprechende, auf die jeweiligen technischen Möglichkeiten der Bläser- und Streichergruppen zugeschnittene Sätze. Immer wieder er-staunlich ist es, wie Kinder, die bis zur Einschulung in der fünften Klasse vielleicht noch nicht einmal genau wussten, wie eine Violine oder eine Oboe aussieht, sich nach wenigen Monaten als verantwortungsvolle Mitglieder von Instrumentalensembles präsentieren, die sich hören lassen können. Das „Kleine“ Orchester (Klassen 5 bis 8) mit seinen immerhin fast 30 Mitgliedern musizierte drei schwungvolle Sätze aus Camille Saint-Saëns‘ „Karneval der Tiere“.
Sehr ansprechend trugen Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 „California Dreaming“ vor. Danach erklang – überaus klangschön und bemerkenswert intonationsrein – mit einem Ensemble aus dem Chor der 5. Klassen und dem Chor der Mit-telstufemit Mohin Jan Fariod (Klasse 9) am Klavier „I am a small part of the world“. Hier erlebte man anrührende Mo-mente, in denen die Solistinnen Selina Glöckner, Linh Nguyen, Paula Raab, Luisa Dilger und Tara Urbach (Klasse 5) mit hellen, glockenreinen Stimmen bezauberten. Nicht minder eindringlich in ihrer spezifisch französischen, schlichten Expressivität gelangen dem Mittel- und Oberstufenchor drei Lieder aus dem Film „Les Choristes“, in der deutschen Version bekannt unter dem Titel „Die Kinder des Monsieur Mathieu“. Hier begleitete das Orchester überaus einfühlsam und setzte schließlich zusammen mit dem Cello-Solisten Konstantin Grabe einen symphonisch-rockigen Akzentmit „Dead Man’s Chest“ aus der Musik zu „Pirates of the Carribean“ von Hans Zimmer. Im „Rondo all‘ Ungherese“, dem Finale von Joseph Haydns D-Dur-Klavierkonzert Nr. 11, zeigte Mohin Jan Fariod als lebendig mit dem Orchester dialogisierender Solist packendesTemperament und professionelle pianistische Qualitäten.
Eine ganze Zeitlang schon mochte sich gefragt haben, was es denn eigentlich mit den rosa blinkenden Hasenohren des Cellisten und anderen ausgefallenen Accessoires auf sich habe, die einige Chor- und Orchestermitglieder trugen. Schließlich wurde klar: Die schrille Maskerade war – in Verbindung mit einem manchmal gar zweistimmig und dazu erstaunlich intonationsrein auf Flaschen geblasenen „Alle meine Entchen“ –gewissermaßen ein vorgezogener Abi-Jux. Mit den Titeln „A Great New Day“ und „Only You“ erlebte man dann beeindruckende gesangliche Leistungen des Oberstufenchors.
ChorleiterinTina Müller-Behet nutzte die Gelegenheit, um jedem Einzelnen, der, wenn alles gutgeht, die Schule demnächst mit dem Abitur in der Tasche verlassen wird, zum Dank für musikalisches Engagement ein auf den Chor- und Orchesterfahrten der vergangenen Jahre entstandenes großformatiges Foto-Porträt zu überreichen. Eine schöne Geste, die auch sehr viel über das offenbar sehr gute Klima der Zusammenarbeit auszusagen schien – wie übrigens auch die Mitwirkung von Teilen des Kollegiums und der Elternschaft. Mit einer pracht-vollen Aufführung von drei Sätzen aus Antonio Vivaldis „Gloria“ in D-Dur und einer vor Temperament nur so sprühenden Wiedergabe zweier Sätze aus Georges Bizets Carmen-Suite Nr. 1 – beides mit Chor und Orchester – ging ein großartiger Abend zu Ende. Der offensichtliche Enthusiasmus der Mitwirkenden fand sein Pendant in der Begeisterung des Publikums, das mit nicht enden wollendem Applaus beharrlich gleich mehrere Zugaben einforderte.