45 Taunusgymnasiasten auf großer MINT-Fahrt nach Lausanne und Genf

Wie jedes Jahr fuhr auch dieses Schuljahr eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe in die Schweiz nach Lausanne und Genf. Auf den Spuren von Henri Nestle und in den Tiefen der Teilchenphysik konnte man dabei nie gekannte Eindrücke sammeln - von unserem Nachbarland,  der Wissenschaft hinter Nahrungsmitteln sowie von den kleinsten Dimensionen unserer Materie.
Nach der gut sieben Stunden langen Fahrt nach Lausanne wartete auch gleich das erste Highlight. Nach dem Abendessen spazierten wir zum Ausblickspunkt beim Hauptturm der Kathedrale, von dem aus man nicht nur die Stadt, sondern auch den Genfer See, die Voralpen und einen wunderschönen Sonnenuntergang bewundern konnte. Während wir am ersten Abend also noch das atemberaubende Panorama genossen, wartete für den nächsten Tag bereits volles Programm.
Denn der zweite Tag wandte sich voll und ganz dem Thema Nestlé zu. Dazu statteten wir zuerst dem Research Center und anschließend dem so genannten „Nest“, einem interaktiven Museum, einen Besuch ab.
Im Research Center ging es besonders um die naturwissenschaftliche Forschung, die hinter den Produkten im Ladenregal steckt. In zwei Vorträgen wurde uns die Geschichte als auch der Gegenstand der Arbeit bei Nestlé vorgestellt. Es wurde genauer auf die Grundlagenforschung eingegangen, die das Forschungszentrum betreibt und wir bekamen sogar die Möglichkeit, uns diese in drei Workshops genauer anzugucken.
Wir konnten in die Labore, in denen uns Methoden zur Reduktion von Zucker erklärt wurden und in denen neue Zusammensetzungen zum ersten Mal gemischt und ausprobiert werden. Außerdem durften wir selbst einen Versuch ausprobieren, bei dem wir unter Anderem feststellten, dass nicht alle von uns einen gewissen Rezeptor, der empfänglich für Bitterkeit ist, haben. Während also die einen die Geschmacksprobe als völlig neutral empfanden, mussten sich andere beherrschen, nicht angewidert das Gesicht zu verziehen.
Anschließend bekamen wir ein hervorragendes Mittagessen, wobei ein Detail hier auf keinen Fall um eine wohl verdiente Erwähnung gebracht werden sollte – die Kaffeemaschine. Denn diese schien uns auf eine Zeitreise in das Jahr 2040 mitzunehmen, in der der Kaffee mit High-Tech hergestellt wird und in der man vor Faszination nicht drum herum kann, sich eine Tasse nach der anderen zu nehmen.
Nach dem fantastischen Kaffee hatten wir ein wenig Freizeit in Vevey, in dem sich auch das „Nest“ befindet. Dieses ist ein tolles, interaktives Museum, welches sich mit drei Themenkomplexen befasst: Der Geschichte des Konzerns, den Werten und der Vision für die Zukunft. Alle drei Bereiche sind mit viel Liebe ausgestaltet. So beginnt man mit einem Rundgang durch eine Ausstellung von beispielsweise Henri Nestlés erstem Labor. Anschließend kommt man in einen Raum mit einem großen Tisch, auf dem sich diverse Bildschirme in der Tischplatte befinden, über die man sich mit der Haltung des Konzerns zu Problemen wie Wasserknappheit auseinandersetzen kann. Zu guter Letzt ist eine interaktive Möglichkeit geschaffen, sich mit die Zukunft betreffenden Vorstellungen zu beschäftigen. So konnte man zum Beispiel Brillen ausprobieren, die einem „virtual reality“ vorstellen.
Damit ging ein Tag ganz im Zeichen der Lebensmittel-Forschung zu Ende. Wichtig zu bemerken ist jedoch noch, dass sich bei Nestlé besonders eins hervorgetan hat: Wie jedes Unternehmen verfolgt auch Nestlé ganz klar eine Gewinnoptimierung und dass es zeit ihres Daseins nur ein einziges Jahr gab, in welchem die Gewinnbilanz unter der des Vorjahres lag, zeigt, dass sie dies auch erfolgreich tun. Dennoch geht es auch darum, Essen gesünder zu gestalten und nachhaltig zu wirtschaften. Durch diesen Tag konnten wir die Firma als persönlicher empfinden und gleichzeitig neues Wissen erlangen.
Neues Wissen hielt sich auch für den nächsten Tag parat. Denn an diesem ging es ins europäische Zentrum für (sub)nukleare Forschung – kurz CERN. Nach ein wenig Freizeit in Genf fuhren wir in Richtung Teilchenbeschleuniger, welcher bereits auf uns wartete.
Wir bekamen einen interessanten Vortrag von einem ehemaligen, österreichischen Physiklehrer, der uns auf spielerische Weise die Entstehung und die Rolle der einzelnen Mitgliedsstaaten vorstellte. Anschließend ging es auch direkt in die Materie der Forschung.
Zum einen konnten wir das Data Center begutachten. In diesem werden die Daten gespeichert, welche die Experimente liefern. Doch die riesige Halle genügt für die Massen an Daten nicht, sodass es auch Ableger in beispielsweise Budapest gibt.
An diesem Ort kamen wir auch der Frage auf den Grund, was eigentlich am CERN geschieht. Kurz umrissen prallen pro Sekunde mehrere Millionen Protonen aufeinander und die Forscher erkunden bei jedem einzelnen Zusammenstoß, welche Teilchen dabei entstehen.
Doch nicht nur mit Protonen wird am CERN gearbeitet, sondern auch mit Antimaterie. Das sind Teilchen, die im Aufbau normaler Materie ähneln, aber genau umgekehrte Ladungen haben. Stößt also ein Proton auf ein Antiproton, zerstören sie sich dabei vollkommen und emittieren Licht, Photonen.
Neben weiteren Grundlagen der Antimaterie lernten wir, wie man diese konserviert und welche Experimente damit durchgeführt werden. Dabei befanden wir uns direkt im Antimaterie Center, sodass wir den Ingenieuren zugucken konnten, die gerade an den Aufbauten arbeiteten. In diesem Zuge wurde man sich der Tatsache bewusst, dass wir uns in unmittelbarer Nähe von Versuchen befanden, von denen (bisher) keiner exakt weiß, was bei ihnen eigentlich genau passiert und wieso.
Aber eben wegen solcher Gedanken lohnte sich die Fahrt bereits. Wir konnten bei Nestlé herausfinden, wie viel wissenschaftliche Arbeit hinter unseren Schokoriegeln steckt und uns beim CERN mit ungewohnter Materie befassen.
Zusammenfassend hat diese Fahrt also genau das getan, was die Befassung mit der Wissenschaft tun soll: Sie hat uns unsere Fragen beantwortet. Und gleichzeitig für jede Antwort mindestens zehn neue Frage aufgeworfen.

Josephine Hammerschmitt

MINT-Begeisterung ohne Grenzen: Größtes Netzwerktreffen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC in Berlin

Josephine Hammerschmitt, Louise Funda und Linus Dittmer vom Taunusgymnasium Königstein besuchten MINT400 – Das Hauptstadtforum von MINT-EC im KOSMOS Berlin

Am 23. und 24. Februar fand das Hauptstadtforum des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC im KOSMOS Berlin statt. 500 MINT-begeisterte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aller 267 MINT-EC-Schulen fluteten für zwei Tage die Hauptstadt und entdeckten MINT in Praxis und Theorie. Auch zwei Schülerinnen, ein Schüler und zwei Lehrkräfte des TGK waren bei der MINT400 in Berlin dabei.

„Bereits der MINT400-Bildungsmarkt begeisterte mich! Es war eine Freude, mit so vielen interessierten Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften, alle durchweg hoch motiviert, zu sprechen. Sie versprühten eine Menge Energie und Optimismus. Ein Großteil der Teilnehmenden strebt eine Karriere im MINT-Bereich an. Der MINT-EC hat ein wirklich exzellentes Instrument zur Nachwuchssicherung etabliert.“ Ulf Linke, Leiter des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeldes am Taunusgymnasium Königstein

„Neugier und Begeisterung für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik und eine lebendige und offene Kultur des Dialogs sind die Zutaten dieser einzigartigen Veranstaltung“, sagt Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender MINT-EC. “Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, welches Zukunftspotential in unseren Schulen heranwächst“, so Gollub weiter.

Den 400 Schülerinnen und Schülern sowie 100 Fachlehrkräften aus ganz Deutschland ermöglicht die jährliche MINT400 einen Blick über den Tellerrand. Auf dem MINT400-Bildungsmarkt präsentierten 36 Aussteller aus Wirtschaft, Bildung und Forschung zahlreiche MINT-Studien- und Berufsmöglichkeiten sowie Ideen für einen innovativen und forschungsaktuellen Fachunterricht. Die Schülerinnen und Schüler konnten hier ihre Fragen zu Studium und Beruf stellen und wichtige Kontakte für die Zukunft knüpfen.

Nach der offiziellen Eröffnung des Hauptstadtforums durch Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender MINT-EC, hörten die MINT-Interessierten wissenschaftliche Fachvorträge zu Themen wie: Zerstörungsfreie Materialprüfung, die Eigenheiten des Werkstoffs Magnesium oder Astroteilchenphysik. Darin lernen sie nicht nur neueste Forschungsergebnisse, sondern auch die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den Naturwissenschaften kennen. 

In ganztägigen Workshops an über 40 wissenschaftlichen Einrichtungen in und um Berlin  konnten die Jungforschenden und ihre Lehrkräfte am zweiten Tag des Hauptstadtforums durch eigenes Experimentieren ihre individuellen Fähigkeiten und Interessen entdecken und weiterentwickeln. 

Nach einem Tag voller Experimente und neuer Erfahrungen, fand die MINT400 im KOSMOS ihren feierlichen Höhepunkt: Im Rahmen der Abendveranstaltung, moderiert von Ralph Caspers (u.a. Die Sendung mit der Maus und Wissen macht Ah!), sprach Thomas Reiter, ESA Koordinator internationale Agenturen und Berater des Generaldirektors, als Europas erfahrenster Astronaut über seine Erlebnisse im All und seinen persönlichen Werdegang. Außerdem fand an dem Abend die Preisverleihung zum internationalen Chemiewettbewerb des Royal Australian Chemical Institute, in dem die MINT-EC-Schülerinnen und -Schüler Deutschland jährlich exklusiv vertreten, statt. Darüber hinaus entschied das Publikum über die Platzierungen der besten drei Beiträge im englischsprachigen MINT-EC SchoolSlam mit British Council.

MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk 

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 267 zertifizierten Schulen mit rund 289.500 Schülerinnen und Schülern sowie 22.700 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw.

 

Nationales Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC wächst und wird digitaler

MINT-EC nimmt 22 neue Schulen aus neun Bundesländern auf

Berlin/Göttingen, 11.11.2016. In Anwesenheit von Frauke Heiligenstadt, Kultusministerin Niedersachsen, wurden heute 22 Gymnasien aus ganz Deutschland offiziell in das nationale Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC aufgenommen. Damit wächst das Schulnetzwerk auf bundesweit 267 Schulen mit zertifiziertem MINT-Profil. Mit dem Pilotprojekt „Schul-Cloud“ in Kooperation mit dem Hasso-Plattner-Institut (HPI) und gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) treibt MINT-EC die Digitalisierung der Schulen voran. „Die Digitalisierung und der rasante technologische Wandel erfordern mehr denn je exzellent aufgestellte MINT-Schulen, die junge Menschen möglichst gut auf die sich verändernde Lebens- und Arbeitswelt vorbereiten“, sagt Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender MINT-EC, „deshalb freuen wir uns über jede weitere Schule, die diese Herausforderung engagiert anpackt.“ Von insgesamt 35 Bewerbern haben 22 Schulen im MINT-EC-Auswahlverfahren 2016 mit ihren quantitativen und qualitativen Angeboten in der MINT-Förderung die Fachjury überzeugt. Mit der Aufnahme in das seit 2009 unter Schirmherrschaft der KMK stehende nationale Excellence-Schulnetzwerk, stehen ihnen hochkarätige und innovative Weiterbildungs- und Forschungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Schulleitungen offen. Über 4.000 Schülerinnen und Schüler profitieren jährlich von den Angeboten, die sie ebenfalls in der Studien- und Berufsorientierung unterstützen. Spezielle, auf die Bedarfe von Schulleitungen zugeschnittene Veranstaltungen, fördern die qualitative Entwicklung der Schulen im Ganzen. Die Aufnahme erfolgte im Rahmen der MINT-EC-Schulleitertagung am Göttinger Felix-Klein-Gymnasium, das bereits seit 2000 Teil des MINT-EC-Schulnetzwerks ist. Auf der jährlichen Tagung kommen die Schulleitungen aller MINT-EC-Schulen zum Austausch auf Leitungsebene und über Bundesländergrenzen hinweg zusammen. An zwei Tagen werden aktuelle Themen und Herausforderungen des Schulalltags in Workshops und einem fachwissenschaftlichen Vortrag behandelt. In diesem Jahr steht das Thema Digitalisierung an Schulen im Fokus, zu dem Professor Christoph Meinel, Institutsdirektor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) Potsdam, vorträgt. „Mit dem Projekt Schul-Cloud möchten wir die Digitalisierung an den Schulen in Deutschland einen entscheidenden Schritt voranbringen. Ich freue mich sehr, dass wir das MINT-EC-Schulnetzwerk als Partner gewinnen konnten. Mehr als 25 MINT-EC Schulen in ganz Deutschland wollen an einem Pilotprojekt teilnehmen und von den Vorteilen der Schul-Cloud profitieren“, so Meinel. Bei der Schul-Cloud handelt es sich um eine Kooperation des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die vom HPI konzipierte Cloud-Infrastruktur, die im Weiteren allen 267 Netzwerkschulen zur Verfügung stehen soll, stellt Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern einen einfachen Zugang zu Lern- und Lehrmaterialien bereit. Lehrinhalte werden webbasiert allen und von überall aus über die Cloud verfügbar gemacht. Dadurch werden der ortsunabhängige Zugriff und der sinnvolle Einsatz im Unterricht erleichtert. 

Projekt 100


Mathematik trifft Realität


Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Taunusgymnasiums hat sich die Projektgruppe "Mathe trifft Realität"
um Herrn Linke und Herrn Lego in der Projektwoche Gedanken gemacht, wie dieses Fest auch die nächsten
Jahrzehnte noch unvergesslich bleibt - für Lehererinnen und Lehrer sowie für Schülerinnen und Schüler.
Das Resultat dieser Überlegungen ist der größte Flashmob seit Anbeginn des Taunusgymnasiums. Wir möchten
uns bei allen bedanken, die uns bei der Verwirklichung dieses spektakulären Ereignises geholfen haben.
Der entstandene Film und das Ergebnis sind unbeschreiblich. Die Möglichkeit, sich selbst von der Größe dieses
Jubiläumsbeitrages zu überzeugen, bietet unser kurzer Film:



Viel Spaß beim Anschauen!

Ihr Projektteam Lukas Löffler, Keywan Djafari, Benny Meyer, Frederic Puzicha, Frederik Leppin, Leon Telgmann,
sowie die Betreuer Ulf Linke und Christian Lego

Neue Kontakte beim Science on Stage Festival in London 2015

Zum diesjährigen Science on Stage Festival in London hatte der MINT-EC Verein Vertreter des Taunusgymnasiums eingeladen. Im Rahmen einer zweitägigen Tagung (18./19. Juni 2015) wurden Einblicke in die Arbeit und Programme englischer MINT—Netzwerke und die Möglichkeit zu einem direkten Austausch mit Lehrkräften aus fast 25 verschiedenen Ländern  direkt vor Ort , auf dem Campus der Queen Mary University, East End, gegeben.
Neben interessanten Vorträgen zum STEM School Network in England  sowie Bühnenpräsentationen und Workshops boten die zahlreichen Ausstellungsstände eine viel versprechende Plattform für den Austausch anregender Ideen und Konzepte für den Unterricht an unserer Schule, die mit den vielen Projekten wie „Explore science“, naturwissenschaftliche Schnupperkurse für Viertklässler, gentechnische Praktika an der FH, Vorträge der FIAS, Workshops im CERN, Forschungslaboren und dem Wildlife Park in Kent sowie der Teilnahme an vielen Wettbewerben sehr gut aufgestellt ist.
In besonderer Weise wurde auch unser bilinguales Unterrichtsangebot bereichert, das bereits im vergangenen Schuljahr durch den Austausch mit amerikanischen Lehrkräften  „STEM meets BILI“ (wir berichteten) neue Wege der Internationalisierung im Sinne des Bilingualen Clusters des MINT-EC Vereins anstrebt.
Besondere Aufmerksamkeit fand zunächst „sketchometry – in touch with geometry“, eine neue Art des „mobile learning with digital technology“ im Mathematikunterricht, ein Vorschlag der Universität Bayreuth. A.N.T.S (Ant Research as a New Topic for Schools) ist ein Experimentierkoffer, der es Schülerinnen und Schülern im Sinne eines Spiralcurriculums ermöglicht an den heimischen und weit verbreiteten Temnothorax nylanderi-Ameisen zu forschen. “The Growing Music Project“ (von der Bambuspflanze über die -flöte zum –orchester) einer durch den primary science teaching trust unterstützten Grundschule in London präsentierte neue Aspekte fächerübergreifenden Unterrichts. Das polnische „Teacher Training Centre“, vertreten durch Frau Dr. Aneta Mika aus Stettin, gab Einblicke in seine Arbeit und ist sehr an einem Dialog mit dem TGK interessiert.
Insgesamt war die Tagung sehr informativ und unterstrich noch einmal die Bedeutung, Mitglied eines Netzwerkes zu sein, welches die Möglichkeit eines regen Austausches bieten kann. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, u.a. eine City Tour in einem typischen Londoner Doppeldeckerbus aus dem Jahr 1960 machte „Illuminating Science Education“, das Motto des Festivals, zu einem tollen Erlebnis.
Das nächste Treffen wird 2017 in Budapest sein; bis dahin lassen sich vielleicht wieder viele innovative Unterrichtsideen und Experimente im MINT-Unterricht am TGK erproben – natürlich auch bilingual!

Wieder erfolgreich: Taunusgymnasium gewinnt sechs Schülerpreise bei „explore science“!

Auch 2014 waren die Schüler und Schülerinnen des Taunusgymnasiums Königstein beim Wettbewerb „explore- science“ der Klaus- Tschira- Stiftung erfolgreich. Sechs Gruppen konnten beim Thema „Biologische Vielfalt“ einen Preis gewinnen.
In dem Wettbewerb „Ameisenpower“ gab es gleich am ersten Wettbewerbstag viele Ameisen zu bestaunen. Andreas Silakov und Vikram Arora aus der 5b erreichten den besten Platz des Taunusgymnasiums, den dritten Platz! Sie sicherten sich damit, wie die anderen Preisträger auch 100 €.
Am zweiten Wettbewerbstag erreichte die „Auto-Ente“ von Anna Burkhartova (5b) und Ellen Geßner (5e) mit ihrer schnellen Geschwindigkeit den 4. Platz im Wettbewerb „Enntenrennen“. Einen Sonderpreis für wissenschaftliches Arbeiten bekamen Finn Zacharides, Giastin Manca, Liam Köhler und Sami Moujahid (alle 5c). Sie hatten verschiedene Antriebe für die Ente getestet.
Am Freitag, dem letzten Wettbewerbstag gab es zwar die wenigsten Teilnehmer, jedoch die meisten Preise für das TGK: Im „Schneckenrennen“ erreichten Max Bauer und Benjamin Thormann (beide 7b) den 4. Platz, Moritz Grafe, Karl Wegener, Konstantin Griep, Louise Funda (alle 8d) den 10. Platz und Alexa Kretzschmar und Josephine Hammerschmitt (beide 8c) für ihren „magischen Kugelantrieb“ einen Sonderpreis.
Für die Schüler und die begleitenden Lehrer war „explore-science“ in den drei Tagen wieder ein tolles Erlebnis mit vielen neuen Eindrücken. Der Besuch ist immer wieder ein persönlicher Gewinn.
Im nächsten Jahr werden wir zum Thema „PHYSIK“ bestimmt wieder mit dabei sein.
Henrike Held (ecplore science Koordinatorin)

Transatlantischer Besuch am Taunusgymnasium: STEM meets BILI-MINT

Seit einigen Jahren ist das Taunusgymnasium als MINT-EC Schule eingebunden in ein Netzwerk mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen in ganz Deutschland. In diesem Rahmen erfahren die inhaltlichen Schwerpunkte auch eine Förderung des bilingualen Unterrichts (Bili) seitens des MINT-EC Vereins, der die gemeinsame Projektarbeit und den Austausch von Lehrerinnen und Lehrern aus dem gesamten Bundesgebiet in einem eigens eingerichteten Bili-„Cluster“ in regelmäßigen Abständen organisiert.

Bitte lesen Sie hier weiter!

Der Aufzug zur Raumstation

Schüler und Schülerinnen des Taunusgymnasiums Preisträger beim „Schülerforum 2014“

Schon im vergangenen Jahr waren Schülerinnen und Schüler des Taunusgymnasiums Preisträger bei diesem vom VDI – dem Verein Deutscher Ingenieure – bundesweit ausgeschriebenen MINT-Präsentationswettbewerb: Diesmal war es beim „Schülerforum 2014“ ein beachtlicher 1. Platz...

Bitte hier weiterlesen!

Team des TGK nahm erfolgreich an der WRO 2014 in München teil!

Auch in diesem Jahr nahm wieder ein Team an den Wettkämpfen zur WRO - der World Robot Olympiad - teil. Alexander Miers aus der Klasse 9c und Moritz Göbel aus der E-Phase belegten in der Regular Category in der Altersklasse Senior in München - Garching einen hervorragenden 3. Platz.

Herzlichen Glückwunsch!

Unser herzlicher Dank gilt dem WOB für die tolle Unterstützung. Ohne diesen Rückhalt hätten wir die Teilnahme in München nicht realisieren können. Mit Hilfe des WOB konnten wir unseren Pool an Lego Mindstorms Robotern aufstocken. Diese werden auch in der Projektwoche ihren Einsatz finden. Frau Jacksties bietet für die Jahrgangsstufe 7 und 8 ein entsprechendes Projekt an.

FIAS zeigt Taunusgymnasiasten Einblicke in Komplexe Netzwerke

In der Woche vom 12.05.-16.05.14 war es wieder soweit: Das FIAS, Frankfurt Institute for Advanced Studies, kam für eine spannende und komplexe MINT-Vortragsreihe zum Taunusgymnasium.
Dr. Mirko Schäfer, Physiker vom FIAS, gab den insgesamt 140 interessierten und engagiert mitdenkenden SchülerInnen der Oberstufenjahrgänge E2, Q2 und Q4 tiefgreifende Einblicke in den naturwissenschaftlichen Umgang mit dem Begriff "Netzwerk".
Die zuhörenden SchülerInnen und begleitenden Lehrkräfte (Frau Held, Herr Kirschner, Herr Linke, Herr Wentzell, Herr Dr. Scheefer, Herr Epple) staunten gebannt, inwieweit sich Gemeinsamkeiten zwischen sozialen Netzwerken wie facebook, europaweiten Stromnetzwerken, dem Frankfurter U-Bahn-Netz und Finanznetzwerken finden und - mit Hilfe unseres Hirnnetzwerkes - analysieren lassen.
 
Alle Beteiligten MINT-Kräfte des Taunusgymnasiums sind sich sicher: Eine Fortführung derartiger Vortragsreihen durch naturwissenschaftlich orientierte Experten des FIAS ist eine unentbehrliche Säule des MINT-Bereichs unserer Schule.

Herr Dr. Mirko Schäfer stellt uns seine Präsentation online unter folgendem Link zur Verfügung:

http://prezi.com/sqkckwaqtaoq/komplexe-netzwerke/

Interessante und hilfreiche Impulse für bilinguale und internationale MINT- EC - Projekte

Zweitägiges  Clustertreffen der BILI-MINTees am TGK erfolgreich


Seit einigen Jahren ist das Taunusgymnasium als MINT-EC Schule eingebunden in ein Netzwerk mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen in ganz Deutschland. Sein vornehmliches Anliegen besteht darin, das Interesse der Schülerinnen und Schüler insbesondere für die Mathematik und die Naturwissenschaften zu wecken. Dieses gelingt an unserer Schule durch das weitgefächerte Unterrichtsangebot, die Teilnahme an verschiedenen landes- und bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerben, sowie den zahlreichen Besuchen  außerschulischer Lernorte im In- und Ausland.
Eine Erweiterung erfahren diese inhaltlichen Schwerpunkte durch die Förderung des bilingualen Unterrichts seitens des MINT-EC Vereins, wobei nicht nur der Austausch und die Erarbeitung bilingualer Unterrichtsmaterialien  in den MINT-Fächern durch Lehrerinnen und Lehrer aus dem gesamten Bundesgebiet im Fokus stehen. Ein ganz besonderes Anliegen ist es auch,  Module im Rahmen der Internationalisierung von Schulen zu entwickeln, wobei an Kooperationen gedacht wird, die zum Beispiel einen obligatorischen Auslandsaufenthalt einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern an ein  interessantes naturwissenschaftliches Projekt bindet. Hierbei liegt der besondere didaktische Fokus auf der Verbindung der gleichzeitigen Förderung von Fremd- und Arbeitssprache.
Vor diesem Hintergrund fand am 12./13.2. am TGK das 2. Bilinguale Clustertreffen des MINT-EC Vereins statt, zu dem Lehrerinnen und Lehrer, vornehmlich aus Hessen, NRW, Niedersachsen angereist waren. In verschiedenen Arbeitsgruppen, zu Beginn herzlich von der Schulleiterin Frau Stengl-Jörns begrüßt, wurden die Arbeitsaufträge des vergangenen Treffens im nordrheinwestfälischen Tönisvorst wieder aufgegriffen. Sowohl Handreichungen für ein potentielles universelles Projekt mit einer fiktiven Partnerschule im Ausland zum Thema „Sustainability and renewable energies“ als auch diverse Module in den Fächern Biology, Physics and Chemistry wurden  erarbeitet.
Als Auftakt und Impulsgebung für die verschiedenen Arbeitsphasen dienten zwei Vorträge. So konnte zum Thema „Welche Erwartungen bezüglich Internationalisierung hat ein Wirtschaftsunternehmen an Schulabgänger?“ Herr Hubert Stücke von der Firma Nestlé AG Deutschland gewonnen werden, der am Beispiel der Nahrungsmittelindustrie die durch die Globalisierung hervorgerufene veränderte Arbeitswelt eindringlich schilderte. Frau Dr. Knappe-Maas vom Studienseminar Wiesbaden erläuterte ausführlich das Konzept der bilingualen Zusatzausbildung in Hessen hinsichtlich seiner Organisation und den inhaltlichen Anforderungen.
Fazit aller Teilnehmer der zwei Tage: Eine gelungene Veranstaltung, in der u.a. durch das WOB unterstützten gastfreundlichen Atmosphäre, interessante und hilfreiche Impulse für die angedachten bilingualen und internationalen MINT-Projekte geboten wurden, um die Arbeit in den jeweiligen Arbeitsgruppen voranzutreiben. Das nächste Treffen ist bereits für November 2014 an der Bergischen Universität Wuppertal geplant.

"TV-Physiker" Harald Lesch begeistert Taunusgymnasiasten am FIAS

Angestimmt von zahlreichen gemeinsam im Unterricht analysierten Folgen der Fernsehreihe "Alpha centauri" (BR) und "Leschs Kosmos" (ZDF), in denen Astrophysiker Harald Lesch physikalische Ur-Fragen des Menschen zu Zeit, Raum und Grenzen des Weltalls auf mikro- und makrokosmischer Ebene beleuchtet, war der LK Physik der Jahrgangsstufe Q4 sofort von der Idee begeistert, den Vortrag von Harald Lesch am FIAS zu besuchen. Am Montag abend des 10.02.14 erzählte Lesch vor vielen hundert Zuschauern in zwei absolut überfüllten und daher zusammengelegten Groß-Hörsälen auf dem Campusgeländer der Goethe Universität unter der Überschrift "Wir irren uns empor" von den spektakulären momentanen astrophysikalischen Kenntnissen zwischen Urknall und heute. Die 12 anwesenden Abiturienten und drei weitere Q1-Physiker des TGK waren sich zusammen mit Tutor Hr. Epple einig:
Harald Lesch begeistert Laien und Fachkräfte durch seine einmalige Art, fundiertes Physikwissen teilweise wie ein Comedian, aber stets im Dienst der Wissenschaft, ohne Powerpoint-Folien oder Manuskripte, dafür in "bildhaft schöner" Sprache: Der Besuch des FIAS hat sich sehr gelohnt.

Entwicklung des MINT-Bereichs am TGK

Die letzten drei Jahre standen am TGK ganz im Zeichen der Stärkung des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeldes.

Daher haben unsere Schülerinnen und Schüler nun die Möglichkeit, in allen Naturwissenschaften sowie in Mathematik und Informatik  Leistungskurse zu wählen. In jeder Jahrgangsstufe bieten wir spezielle Förderkonzepte für den MINT-Bereich an, beginnend mit der naturwissenschaftlichen Frühförderung in Jahrgangsstufe 4. Hier werden den Kindern auf der Basis eigenständigen und handlungsorientierten Arbeitens Zugänge zu naturwissenschaftlichen Phänomenen eröffnet. Ebenso wichtig war es  uns, unser Engagement  auch auf den außerschulischen Bereich auszudehnen. Seit 2008 kooperiert das TGK verstärkt mit Unternehmen, Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und weiteren Partnern sowohl aus der Region als auch überregional. Exemplarisch kann hierbei die Zusammenarbeit mit dem Opelzoo, der Asklepios-Klinik sowie Provadis genannt werden.

So werden zum Beispiel im Industriepark Höchst bei Provadis an vertraglich vereinbarten Praktikumstagen Experimente in einem Chemie-Laborpraktikum durchgeführt und ausgewertet. Die Schülerinnen und Schüler am TGK profitieren in diesem Zusammenhang außerordentlich von ihren Erfahrungen und umfassenden Informationen für ihre Berufsorientierung.

Ein weiterer Effekt ist, dass das Interesse unserer Schülerinnen und Schüler an den MINT-Fächern gezielt geweckt wird, wenn wir ihnen ein fundiertes Basiswissen vermitteln und sie in mathematisch-naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden einführen. Maßnahmen und Indikatoren hierfür werden im Schulprogramm des TGK aufgeführt.

Das Resultat unserer Arbeit spiegelt sich unter anderem in erfolgreichen Teilnahmen an Wettbewerben, wie zum Beispiel an den MINT-Messen, am MINT-Siemens-Award, an MINT-Olympiaden und den Mathematikwettbewerben in den Klassen 5-12 (Känguru, Tag der Mathematik, Klausuren-Wettbewerb u. a.) wieder.

Schließlich arbeiten wir seit 2 Jahren aktiv im Verein der MINT-EC-Schulen mit.

Der Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V. (Verein MINT-EC) ist eine Initiative der Arbeitgeber. Ihr Ziel ist es, mehr Nachwuchs für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, die "MINT-Fächer", zu begeistern.

Zugang zum MINT-EC-Netzwerk erhalten Schulen nur über ein bundesweit einmaliges Auswahlverfahren. Dieser Verein organisiert Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte und unterstützt bei der Suche nach Kontakten. Auf diese Weise werden wir in ein Netzwerk exzellenter mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen aus ganz Deutschland eingebunden.

Bericht zur Teilnahme am Physik-Wettbewerb "Schülerforum 2011"

Am Freitag, den 17.06.11 nahmen die fünf Abiturienten Daniel Beuth, Julian Hering, Karoline Schmidt, Sebastian Stäter und Marc Tonsen zum Abschluss ihrer erfolgreichen Schullaufbahn am Taunusgymnasium Königstein am hessenweit ausgeschriebenen Schülerwettbewerb für Physik „Schülerforum 2011“ teil und vertraten den Mint-Bereich des TGK in hervorragender Weise.
Der Wettbewerb „Schülerforum“ (geleitet von Herrn Dr. Armin Huss, VDI) wird getragen und unterstützt vom VDI (Verein deutscher Ingenieure, mit rund 140.000 Mitgliedern der größte technisch-wissenschaftliche Verein in Deutschland und international führend) und der Fachhochschule Frankfurt am Main, in deren Hörsälen der Wettbewerb stattfand.
Aufgabe für die teilnehmenden Schüler aus 25 hessischen Gymnasien war es, ein Wandplakat, ein 8-seitiges schriftliches Referat und eine 15-minütige Präsentation vor Ort zu gestalten, wobei das Thema rund um Energie gehen sollte.

Die fünf Abiturienten entwickelten dazu unter der Überschrift „Energie verkehrt - ein Gegenwind-Fahrzeug“ ein Aero-Mobil, das einzig die Strömungsenergie wehender Luft ausnutzt, um gegen die Windrichtung Fahrt aufzunehmen.

Unter 25 teilnehmenden hessischen Gymnasien belegte das Schülerteam des TGK den hervorragenden 2. Platz. Der sehenswerte Preis: ein Rundflug über das Rhein-Main-Gebiet.

Herzlichen Glückwunsch!

Das Taunusgymnasium am CERN

17 Schülerinnen und Schüler des Taunusgymnasiums Königstein besuchen die Europäische Organisation für Nuklearforschung und die UNO in Genf

Mitten in der idyllischen Schweizer Landschaft nahe Genf liegt das CERN, im Hintergrund erhebt sich die imposante Bergkette des französischen Jura, vor dem die zumeist flachen Gebäude des Forschungszentrum eher unspektakulär aussehen.  Das CERN ist ein Dorf, mitten hindurch führt eine Straße, die den schweizerischen mit dem französischen Teil verbindet. Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Physik von Herrn Epple, die an diesem Dezembermorgen hier ankommen, bibbern und  stapfen durch die Eiseskälte zum Besucherzentrum. Alle sind gespannt, ob sie überhaupt etwas verstehen werden, hier an einem Ort,  an dem  4000 Wissenschaftler aus über 20 Staaten Grundlagenforschung auf allerhöchstem Niveau betreiben, um zu ergründen, aus  was unser Universum besteht und wie es entstanden ist.  Acceleration, Proton, Neutron, Elektron, Quark,  Neutrino, Higgs-Teilchen – alle diese Begriffe haben die Schüler bereits im Unterricht kennengelernt – aber werden sie mit den Spezialisten am CERN  darüber ins Gespräch kommen können? Bevor sie ins Grübeln geraten, sitzen sie auch schon im Shuttlebus, begleitet von einer netten Schwedin, die als Post Doc am CERN arbeitet und ab geht es auf die französische Seite zum COMPASS-Experiment. In der großen Halle wird schnell anschaulich, wie die Experimente am CERN funktionieren. Das Wesentliche ist dabei unsichtbar: Unter der Erde liegen die Beschleunigerringe des CERN;  aus ihnen werden für das COMPASS-Projekt riesige, zwei Kilometer lange Röhren, heraus geleitet, in deren Inneren der beschleunigte  Teilchenstrahl durch Elektromagnete in der Spur gehalten wird. Diese Röhren enden in der Halle, in der große Targets stehen, Ziele, auf die der Teilchenstrahl trifft. Hunderttausende von Elektroden messen, was bei seinem Aufprall geschieht.
Das Flagship des CERN, der LHC (Large Hadron Collider), ermöglicht jedoch ein revolutionäres Experiment, dessen theoretische Grundlagen bereits in den 1980er Jahren gelegt wurden. In einem Accelerator mit einem Kreisumfang von 27 Kilometern werden Teilchen in zwei getrennten Röhren fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und dann zur Kollision gebracht – ein Big Bang im Miniaturformat. Was dabei passiert, zeichnen so genannte Detektoren auf und die Forscher am CERN gewinnen Erkenntnisse über bisher unbekannte Materieteilchen.
Die theoretischen Hintergründe der Experimente, das sogenannte Standardmodell der Teilchenphysik,  werden im Anschluss an den Besuch der COMPASS-Halle von den Physikern Jan Therhaag und Kristof Schmieden, die beide an einem anderen Experiment, dem ATLAS-Projekt arbeiten,  erklärt. Bis heute, so machen sie deutlich, seien nur etwa 4% des Universums, nämlich die uns sichtbare Materie, erforscht.  „Die Wissenschaft hat ewig Grenzen, aber keine ewigen Grenzen“ (P. du Bois-Reymond) zitiert Therhaag lächelnd, als er nach der Motivation gefragt wird, die einen Wissenschaftler  bewegt, sein Physiker-Leben in den Dienst eines Teilprojekts am CERN zu stellen. Therhaag ist Diplomphysiker an der Universität Bonn und seit zweieinhalb Jahren von dort aus ans CERN geschickt worden, um vor Ort zu experimentieren.  Der junge Physiker, den man zunächst für einen der Schüler halten könnte, begleitet die Gruppe zwei Tage lang und geht geduldig auf alle Fragen ein. Dabei versteht er es, sehr präzise und anschaulich auch hochkomplexe Zusammenhänge und Abläufe seines Spezialgebietes zu erklären. Nach den gemeinsamen Mahlzeiten in der neu errichteten Cafeteria – für das leibliche Wohl der Forscher-Community ist auf das Beste gesorgt – sitzen die Schülerinnen und Schüler an beiden Tagen noch fast zwei Stunden mit Therhaag zusammen, diskutieren physikalische Fragestellungen und erkundigen sich nach den verschiedenen Berufsfeldern am CERN.  Dort arbeiten neben Physikern natürlich auch Informatiker (das world wide web wurde – sozusagen als  Nebenprodukt – am CERN entwickelt, die Menge der Daten machte neue Übertragungswege notwendig!), Elektrotechniker und Maschinenbauer.

Die Fähigkeit, mit den anderen Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten und die eigenen (Teil)ergebnisse zu kommunizieren, beschreibt Therhaag als zentrale Kompetenz eines Forschers. „Wir haben am CERN alle Freiheiten, wir können unseren Forschungsschwerpunkt festlegen, wir können kommen und gehen, wann wir wollen, wir können anziehen, was wir wollen;  unsere Religion, politische Anschauung, unsere Sprache und Herkunft spielen keine Rolle. Wir stehen in keinem Konkurrenzverhältnis zueinander, sondern arbeiten gemeinsam mit all unserer Kraft an dem gemeinsamen Projekt.“ Therhaag beschreibt die wissenschaftliche Neugier und die Faszination durch die existentiellen Fragen nach dem Wesen der Welt als mächtige Triebfedern, die ihn antreiben, auch wenn er sich im Klaren darüber ist, dass  er wahrscheinlich nur einen winzig kleinen Beitrag zur Lösung dieser Fragen leisten kann. In dieser Haltung drücken sich sehr altmodische Tugenden aus: Bescheidenheit und Demut angesichts der Rätsel und Geheimnisse der physikalischen Welt und dem, was „die Welt im Innersten zusammenhält“.
Dass das, was Therhaag beschreibt, nicht nur graue Theorie ist, konnten die Schülerinnen und Schüler in diesen zwei Tagen selbst erleben: Die freundliche und offene Art aller Ansprechpartner, die sich viel Zeit für die Gruppe nahmen, die lockere Atmosphäre und das Sprachengewirr in der Cafeteria,  in der neben Englisch auch alle anderen Sprachen der Welt zu hören sind, zeigen die Forschergemeinschaft als Gemeinschaft, in der die Werte der Toleranz, der Friedfertigkeit und des gegenseitigen Respekts bereits verwirklicht sind. Der Besuch der UNO in Genf am letzten Tag der Studienfahrt machte deutlich, dass die Weltgemeinschaft von diesem Ziel wahrscheinlich genau so weit entfernt ist, wie die Physiker von der Weltformel.

Die Organisatoren der Fahrt, Patrick Epple, Karoline und Andrea Schmidt sind sich einig: Es gibt einen Zugang zu der komplizierten Welt der Teilchenphysik und eine große Begeisterung zu ergründen, wie das Universum entstanden ist, was Materie ist und welche Kräfte im Kern des Atoms wirken und dass nur durch die gemeinsame Anstrengung aller in friedlicher Koexistenz Schritte zur Lösung dieser Rätsel gemacht werden können.

Andrea Schmidt

Das TGK präsentiert sich auf der MINT-Messe 2012 in Rüsselsheim

„explore- science“ 2013

Bericht zum Wettbewerb „explore- science“ der Klaus- Tschira- Stiftung 2013

2. Treffen des MINT-EC Clusters: Internationalisierung und Bilingualität an Schulen

Das 2. Treffen des MINT-EC Clusters "Internationalisierung und Bilingualität an Schulen" findet am 12./13. Februar 2014 am TGK statt.
Nach der bereits 1. erfolgreichen  Tagung des Clusters in Toenisvorst (NRW), welches vom MINT-EC einberufen und organisiert wurde, findet nun ein zweites Treffen am  12./13 Februar 2014 an unserer Schule statt, an welchem insbesondere Lehrerinnen und Lehrer, die bilingual (überwiegend Englisch/ Deutsch) in den MINT-Fächern unterrichten,  aus verschiedenen Bundesländern teilnehmen.
Das Cluster gliedert sich in zwei große Arbeitsgruppen, die sich zum Einen mit der Entwicklung  von naturwissenschaftlichen  bilingualen Modulen  in den Fächern Chemie und Biologie beschäftigen; zum Anderen unter dem Aspekt Internationalisierung  verschiedene Module, wie z.B. das Thema „Regenerative Energien“ erarbeiten. Dabei steht  die Gestaltung von Materialien mit universeller Einsetzbarkeit zwecks einer breiten Nutzung  im Rahmen von  Austauschprojekten im Vordergrund.
Neben den Arbeitssitzungen sind auch zwei Impulsvorträge von geladenen Referenten vorgesehen, die Anforderungen von Wirtschaftsunternehmen hinsichtlich Internationalisierung an Schulabgänger bzw. das Konzept, die Organisation und Anforderungen an eine bilinguale Zusatzausbildung thematisieren.


Ansprechpartnerin am TGK
Ruth Stücke