Cambridge Certificate am Taunusgymnasuim

Schon zum vierten Mal stellten Schülerinnen und Schüler des Taunusgymnasiums ihre Englischkenntnisse bei der CAE-Prüfung der Universität Cambridge unter Beweis. 16 glückliche Jugendliche nahmen am 06. September ihre Cambridge-Zertifikate entgegen, die ihnen Schulleiter Jochen Henkel überreichte. Ein Jahr lang hatten sie sich auf die First Certificate in English for Schools-Prüfung vorbereitet. Besonders strahlten fünf von ihnen, denn sie erhielten sogar das Certificate in Advanced English, das die nötige Sprachkompetenz für ein Auslandsstudium bescheinigt. Fleißige Arbeit im Englischunterricht und im Vorbereitungskurs war die Grundlage gewesen, damit nun alle Absolventen mit ihrer Lehrerin, Gabriele Pfeifer, um die Wette strahlen konnten. Auch Beate Herbst und Ronny Reiniger von der Schulleitung lobten den Eifer der Schülerinnen und Schüler und feierten bei einem kleinen Empfang mit.
In einem solchen Kurs besonders Engagierte zu fordern ist ein Anliegen des Taunusgymnasiums, das sich für die Förderung begabter Schülerinnen und Schüler auch auf diese Weise erfolgreich einsetzt. Im neuen Kurs stehen bereits 28 Kandidatinnen und Kandidaten in den Startlöchern, um ihren Mitschülern nachzueifern.

Bili-Mint Fahrt an den Genfer See vom 12. – 14. September 2016

von Niko Maute, Louise Funda und Jonas Wahl (Q1)
Im Rahmen des Bili-Mint-Programms des TGK begaben sich am Montag, den 12. September 33 Schüler und Schülerinnen aus E- und Q-Phase mit Herrn Epple und Frau Dr. Eden  (beide Ma, Phy), Frau Spahn (Fachvorsitz Mathematik) sowie Frau Stücke (E und Biologie/bilingual) auf eine viertägige Exkursion zum CERN und dem Nestlé Research Center an den Genfer See. Diese Fahrt fand nun zum zweiten Mal im Rahmen der MINT-Fächer sowie des bilingualen naturwissenschaftlichen Angebotes statt und war wiederum ein voller Erfolg.
Unseren ersten Tag in der Schweiz starteten wir mit einem Besuch des Nestlé Research Centers in Vevey. Dort erwartete uns ein umfangreiches Programm. Nach einem kurzen „safety briefing“ durften wir im großen Pasteur-Saal Platz nehmen und erhielten  zunächst  einen Einblick in die NRC Aktivitäten. In einem weiteren Vortrag – natürlich in englischer Sprache – wurden wir über das Phänomen der „Biotransformation“ informiert, dessen Ziel es ist, Nahrung verträglicher und gesünder zu machen.
Im Anschluss konnten wir in Kleingruppen in verschiedene Forschungsbereiche: „Metabolic Unit“, „Aroma  Taste Research“, „Micronutrient Fortification“ und „Food Texture Lab“ hinein schnuppern. Die neu eingerichtete klinische Abteilung, in der Tests an  Voluntären durchgeführt werden sowie das Nahrungsmittelkonsistenzlabor und das Labor für Geschmacksforschung beeindruckten uns sehr.
Nach einem reichhaltigen Mittagessen und dem traditionellen Foto auf der NRC Treppe machten wir uns dann am frühen Nachmittag wieder auf den Weg in die Innenstadt Vevey, zum „Nest“, einem im Juli d.J. eröffneten Museums, das die Geschichte von Nestlé in 3 Bereichen präsentiert. Zunächst wurde man durch die Vergangenheit bis in die heutige Gegenwart geführt. Krönung war dann der interaktive Bereich, in dem man sich mit Zukunftsvisionen allgemein und denen des Weltkonzerns auseinandersetzen konnte. Besonders spannend waren hierbei der Teil, wie das Unternehmen Nestlé mit seiner eigenen Kritik umgegangen ist oder der interaktive Teil, in dem man Orkus-Rift-Brillen ausprobieren oder per X-Box Kinect Technik Nestlé –Produkte „fangen“ konnte.
Nach dem traditionellen Gruppenbild vor der „Alimentarium-Gabel“ – die Teilnehmer berichteten letztes Jahr – und dem kurzen Genuss der abendlichen Herbstsonne an der Uferpromenade des Genfer Sees kehrten wir nach Lausanne in die Jugendherberge zurück.
Ein aufregender und äußerst interessanter 1. Tag in der Schweiz, auf den der Besuch des CERNS folgte und von Jonas Wahl zusammengefasst wurde:

Es ist nur ein kleines Elementarteilchen, aber ein großer Teil der Physik
Unendliche Weiten… Wir befinden uns 13,82 Milliarden Jahre nach dem Urknall und ein mit zunehmender Geschwindigkeit expandierendes Universum erfreut sich seiner atemberaubend schönen Gaswolken, seiner wirbelnden Galaxien, seiner scheinenden Sonnen und seiner absolut leeren und leblosen Planeten… Absolut? Nein! Ein kleiner Planet im Orion-Arm der Milchstraße bekannt unter dem Namen Erde hört nicht auf vor Leben zu strotzen.

Genf – Die Teilnehmer der Bili-MINT-Fahrt unter Leitung von Herrn Epple und Frau Stücke genießen, noch nicht ihres baldigen Einblicks in die kleinsten Bauteile des Universums, der Kräfte, die es zusammenhalten, und der Art, wie man über sie herausfindet, bewusst, den Sonnenschein am Genfer See.
Dabei entspricht dieser Sonnenschein bereits einer der vier Grundkräfte der Physik, nämlich der elektromagnetischen Kraft, welche für elektromagnetische Wellen und somit auch für Licht verantwortlich ist.
Womöglich wäre jemandem eine weitere Grundkraft erkenntlich geworden, wenn es in der Genfer Innenstadt mehr Apfelbäume gäbe, von denen Äpfel auf das Haupt der unter ihnen Rastsuchenden fallen könnten: zu Demonstrationszwecken der Gravitation.
Für die zwei weiteren Grundkräfte müssen wir tiefer in die Materie eintauchen; im wahrsten Sinne des Wortes.
So geht es nun auf zum CERN (Conseil Europeen pour la Recherche Nucleaire), der europäischen Organisation für Kernforschung, die mithilfe des größten und leistungsstärksten Teilchenbeschleunigers der Welt, des LHCs (Large Hadron Collider), den elementaren Bausteinen der Materie auf die Schliche kommen will.
Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn um ein solches Elementarteilchen im übertragenen Sinn in die Hände zu bekommen, muss man das große Teil, welches die mehreren kleinen Teilchen im Verbund bilden, zerschlagen. Bei diesem großen Teil ist die Rede von Protonen, aus welchen der positive Kern eines Atoms besteht. Wenn man zwei dieser Protonen mithilfe des Teilchenbeschleunigers bei nahezu Lichtgeschwindigkeit aufeinanderprallen lässt, kommen die Bestandteile, die sie in sich tragen, zum Vorschein.
Ein ganzer Teilchenzoo öffnet hier nun seine Pforten für die Physiker, die mutig genug sind, diese verwirrende und den menschlichen Verstand auf die Probe stellende Quantenphysik näher kennenzulernen.
Hier treten nun auch unsere zwei verbleibenden Grundkräfte auf: die starke Kernkraft, welche die Einzelteile beispielsweise die des Protons zusammenhält, und die schwache Kernkraft, welche auf Quantenebene die Umwandlung einer Teilchenart in eine andere ermöglicht.
So sorgt die schwache Kernkraft auch dafür, dass beim beschriebenen Protonen-Experiment neue Teilchen entdeckt werden können, wie es zum Beispiel beim Higgs-Teilchen der Fall war.

Mit rauchenden Köpfen verlassen die Schüler das Gelände des CERN, nachdem man ihnen nebst der Physik, welche man hier zu ergründen versucht, auch die Funktionsweise des Teilchenbeschleunigers und dessen Aufbau erklärt hat. Die Sonne möchte bereits untergehen, hoffentlich soll unsere geistige Sonne erst noch ihren Zenit erreichen, denn das Universum stellt noch eine Vielzahl von Rätseln von seinen kleinsten Bauteilen über dunkle Materie und dunkle Energie bis hin zum gigantischen Universum selbst und diese Rätsel harren ihrer Lösung; sei es in den Weiten des Alls oder in den engen Röhren des LHCs.

“Oh my god, you are all Schauspieler of Shakespeare!”

Und nicht nur das brachte die diesjährige traditionelle Bili-Fahrt der 8. Jahrgangsstufe an die englische Ostküste mit Exkursionen nach London und Canterbury in der Woche vor den Herbstferien zum Vorschein.
Sowohl  das „Oyster tasting“ auf dem Fischmarkt von Whitstable , die Konfrontation mit britischen Wildtierschädeln im einstündigen Workshop in Kents größtem Wildlife Park als auch das artistische Herabgleiten von der baumhohen „slide“ waren „challenges“ der besonderen Art des interkulturellen Lernens, welchem man sich in besonderem Maße im „home-stay“ - dem Aufenthalt in Gastfamilien - öffnete.
Bravourös meisterte man das Pflaster treten in London, nachdem man von den englischen Pokemons dann doch genug hatte und sich für die vielen „sights“ der Stadt begeistern konnte. Ein „Ride on the London Eye“ flößte auch dem letzten „Brave Heart“ ein wenig Ehrfurcht ein, und man erkundete weltoffen und kompetent in Kleingruppen das Warenangebot am Covent Garden. Wie viel Freude bereitete es dann, als das ein oder andere „weird“ Souvenir – etwa die einen Stromschlag auslösende zum günstigen Pfundpreis erworbene Kaugummiattrappe -  den ahnungslosen Lehrkörper überraschen konnte.
Auch der britischen Küche stellte man sich zwar zunächst skeptisch, doch dann voll des Lobes ob der riesengroßen und schmackhaften „fish and chips“ Portionen im traditionellen Sherlock Holmes Pub, die man nach dem aufregenden „laser-race“ im  Kuriositätenmuseum „Ripleys – Believe it or not“ am Piccadilly Circus und dem sich „blaue Augen“ holenden „maze“ auch sehr gut vertragen konnte.
Zurück versetzt in die Zeit des „Medieval Age“ wandelte man nicht nur auf den „galleries“ des Globe Theatre, sondern probierte auch in Kleingruppen die hohe Kunst der Schauspielerei, welche die Workshop-Leiterin – „a retired actress“  in wahre Ekstase versetzte und die in Kleingruppen erarbeiteten Kurzdramen bilingual lobte, “Oh my god, you are all Schauspieler of Shakespeare!“
Eine besondere Freude bot sich am letzten Tag, als man die Kathedrale von Canterbury selbständig mit Audiogeräten erkunden konnte und in den „Canterbury Tales“ einen Eindruck von dem anstrengenden Pilgerleben zu Ehren des von der Krone heimtückisch ermordeten Thomas Beckett bekam.
Was wäre  eine Englandfahrt ohne „tea time“? The Moat Tea Room – ein wahrlich mittelalterlicher Ort - lud ein zum traditionellen „Clotted cream and scones“ mit einem Tässchen Tee, was eine entzückende „elderly landlady“ über drei Etagen hin servierte. Ein kulinarischer Abschluss einer sehr erlebnisreichen und harmonischen Fahrt ins „Land des Brexits“.

Cambridge Certificate 2015/16 am Taunusgymnasium

Writing, Speaking, Use of English – wieder haben unsereSchülerInnen  das Cambridge Certificate geschafft. An die dreißig KandidatInnen haben sich im Schuljahr 2015/16 den Prüfungen gestellt. Die meisten haben nun das First Certificate in der Tasche, sechs KandidatInnen sogar das Certificate of Advanced English, die Eintrittskarte zu britischen Universitäten. 

Dass die Schülerinnen und Schüler in der Vorbereitungsphase so motiviert gearbeitet und ein so hohes Maß an Initiative entwickelt haben, freut uns ganz besonders. Während der einjährigen Vorbereitungszeit erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen Frau Pfeifer und Frau Bosch Strategien im Umgang mit dieser besonderen Prüfung , die eine zusätzliche Herausforderung für unsere besonders sprachbegabten SchülerInnen darstellt.  

Im Rahmen einer kleinen Urkundenverleihung konnten wir unsere Absolventinnen noch einmal zu ihren Leistungen beglückwünschen und bei sommerlichen Temperaturen und (alkoholfreien!) elderflower lemonade mit ihnen feiern: You just rock!

 

Home-stay in Whitstable and Herne Bay

Studienfahrt an die englische Ostküste “feiert” 5 - Jähriges.

 “The same procedure as last year?“  Seit nun mehr 5 Jahren ist die Studienfahrt des bilingualen Kurses der 8. Jahrgangsstufe am TGK  ein fester Programmpunkt im Konzept des zweisprachigen Unterrichtangebotes in den Sachfächern Biologie, Erdkunde, Geschichte, PoWi und Sport.
So auch in diesem Jahr: In der Fahrtenwoche vor den Herbstferien starteten 33 Schülerinnen und Schüler mit ihren beiden begleitenden Lehrpersonen (Frau Stücke und Herr Dr. Kerner)  an die englische Ostküste, wo sie ein “miscellaneous program“ erwartete.
Mit dem Bus ging es bereits am frühen Sonntagmorgen zur Fähre nach Calais und setzte von dort nach Dover über. Am späten Nachmittag erreichte man Whistable, einen kleinen verträumten Ort, der als ehemalige „Schmugglerdomäne“ für seine “squeeze gut alley“ bekannt ist.
Dort erwarteten uns schon die Gasteltern, die jeweils zwei oder drei Schülerinnen und Schüler bei sich beherbergten: Der sogenannte “home-stay“ – eine spannende Erfahrung, auch für die beiden begleitenden Lehrpersonen.
Von Montag bis Donnerstag hatte die Gruppe nun ein abwechslungsreiches, interessantes Programm zu absolvieren.
So stand der Montag ganz im Zeichen des bilingualen biologischen Schwerpunktes: Nach einem interessanten “guided walk“ durch Whitstable, wo man am Strand die ersten Begegnungen mit dem “life at the seashore“ (Sammeln und Bestimmen von Strandorganismen, Oyster-Tasting auf dem Fischmarkt…) machen durfte, ging es zum traditionellen Besuch des Wildwood Parks nach  Herne Bay.
Nach einem workshop “environment und feeding relationships“ sowie einer Tour of “British Wildlife“ durch den Park, genoss man in vollen „Zügen“ den “ride on the breathtaking slide“.
An den beiden nächsten Tagen stand London auf dem Programm: Greenwich, Royal Observatory, Fahrt mit dem Boot von Greenwich zum Westminster Pier, “a ride on the London Eye“, Covent Garden, zwei “special  London walks“, Besuch des kuriosen “Ripley´s – Believe it – or not“, einem traditionellen “Fish and Chip Tasting“ bei Sherlock Holmes sowie einem Shakespeare-workshop im Globe Theatre.
Bereits am Donnerstagmorgen hieß es dann wieder Kofferpacken, denn am Abend schon musste die Nachtfähre nach Calais genommen werden.
Doch zunächst ging es mit einem roten Doppeldeckerbus nach Canterbury, wo  weitere “Highlights“ auf die Gruppe warteten: Besuch der wunderschönen und beeindruckenden Kathedrale, welche die Schülerinnen und Schüler – ausgerüstet mit Audio Guides -  erkunden durften. Danach lernte man in zwei “guided tours“ Canterbury kennen und krönte den Abschluss mit einem Besuch im Museum “The Canterbury Tales“.
Nachdem sogar noch Zeit für ein ausgiebiges “Shopping“ blieb, um in den zahlreichen netten Geschäftchen die restlichen Pfunde loszuwerden und in Souvenirs umzusetzen, rollte dann der Bus am frühen Abend aufs Schiff.
Pünktlich zu Beginn der Herbstferien, am Freitagmorgen, zu einer recht unchristlichen Zeit (zwischen 5 und 6 Uhr in der Früh), fanden sich dann alle glücklich und wohlbehalten  – wenngleich ziemlich müde – auf dem Parkplatz des TGK wieder ein.
Fazit:  Eine erlebnisreiche Fahrt , die den Horizont des „interkulturellen Lernens“ in jeder Hinsicht und für alle Beteiligten jetzt schon im fünften Jahr erweitert und für die Planung und Durchführung dank der Kooperation mit der Agentur S-E-T (Study-Education-Travel) aus vielen Bausteinen eine immer wieder „slightly different journey“ möglich ist.

Taunusgymnasium – bilingual, international

Seit dem 10. September ist es ganz offiziell: Das Taunusgymnasium Königstein erhält an der Goethe-Universität in Frankfurt das Zertifikat „Bilinguales Lernen und Lehren“ für das Fach Biologie. Die Fächer Geschichte, Erdkunde und Powi (Politik und Wirtschaft) stehen als nächste auf dem Plan.

Im vergangenen Schuljahr nahmen bereits 50 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 an einem Theaterprojekt teil, in dem sie unter der fachkundigen Leitung von Ruth Stücke und Alexandra Arnemann Robin Hood und seine Gefährten auf der Bühne lebendig werden ließen. Dabei begeisterte nicht nur die Verve der jungen Akteure, sondern auch die Leichtigkeit, mit der ihnen die englischen Dialoge über die Lippen gingen. Begonnen hatte das Projekt mit einer einstündigen Förder-AG im zweiten Halbjahr der Klasse 5, es folgten das umfangreiche Theatervorhaben und kleinere Projekte mit gesellschaftswissenschaftlichem und naturwissenschaftlichem Schwerpunkt in der Jahrgangsstufe 6. Am Ende der sechsten Klasse findet eine Beratung mit den Schülern hinsichtlich der weiteren Teilnahme an dem Programm statt, das in den Jahrgangsstufen 7 bis 9 parallel zu dem deutschsprachigen Sachfachunterricht fortgesetzt wird. Im Jahrgang 7 steht Biologie auf dem Programm, in der Jahrgangsstufe 8 folgen Geschichte und Erdkunde und in der Jahrgangsstufe 9 Powi und Biologie. Für den Jahrgang 10 bzw. die jetzige Einführungsphase der Oberstufe ist ein dreistündiger Orientierungskurs in Vorbereitung, der die ideale Ergänzung zu einem Englisch-Leistungskurs darstellen könnte. Zusätzlich kann am Ende der Einführungsphase das Cambridge Certificate erworben werden, das für ein Studium an einer englischsprachigen Universität erforderlich ist und international anerkannt wird.

Und das ist noch nicht alles: Ruth Stücke, die mit Energie, Überzeugung und Geduld das bilinguale Projekt realisiert hat, initiierte auch die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an einem erstmals vor fünf Jahren in Deutschland durchgeführten Wettbewerb mit dem Namen „Big Challenge“. Fast 6000 Schulen und damit über  180000 junge Leute der Jahrgangsstufen 5 bis 8 beteiligten sich in diesem Jahr europaweit an der „Großen Herausforderung“. Mit Antworten auf insgesamt 54 Fragen zu Wortschatz, Grammatik, Phonetik und Landeskunde zeigen die Kinder und Jugendlichen, was sie schon können. Und das Gute daran: Es gibt keine Verlierer. Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde und ein Geschenk. Am Taunusgymnasium beteiligten sich über 200 Schüler/innen an dem neuen Wettbewerb. Auf Landesebene gelang Yuri Legarth und Leon Schönherr (beide seinerzeit 5d) ein Sprung auf die ersten beiden Plätze. Über 2700 Schülerinnen und Schüler hatten auf diesem ersten Level mitgemacht.

Aber nicht nur Englisch wird am Taunusgymnasium großgeschrieben: Dass Französisch als Sprache unserer Nachbarn weiterhin Konjunktur hat, zeigt die Größe der jetzigen Klasse 5 g. Hier wird Französisch als erste Fremdsprache unterrichtet. In der Jahrgangsstufe 8 fanden im vergangenen Schuljahr zwei Austauschfahrten statt, eine nach Villeneuve d’Ascq bei Lille und eine nach Villebon-sur-Yvette bei Paris. Für die beiden Programme zeichneten Renate Witzlau und Angeline Amizet verantwortlich.

Einen ganz besonderen Austausch schließlich organisierte Renate Servatius im Rahmen eines Projektes mit dem Namen „Umwelt baut Brücken“. Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren empfingen Partnerschüler/innen aus einem rumänischen Gymnasium, um gemeinsam mit ihnen Fledermäuse in Streuobstwiesen zu erforschen. Im Mai reisten die jungen Deutschen zu den neu gewonnenen Freunden nach Constanta am Schwarzen Meer. Das gesamte Projekt stand unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und wurde von den Schülern anschließend ausführlich in Presseartikeln dokumentiert.

Fazit der zahlreichen Aktionen im Bereich Sprachen: Das Taunusgymnasium ist eine Schule mit zwei Schwerpunkten – Musik und Naturwissenschaften – und vielen Facetten.

Preis für Gruppe des Taunusgymnasiums beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Sie wurden mit dem 1. Preis in der Kategorie „Team Schule“ ausgezeichnet, die Achtklässler Jonathan Smith, Frederic Cahn von Seelen, Sinaan Schülli und Andreas Silakov. Unter der Mentorenschaft ihres Englischlehrers Mosaeb Latif wurde ihnen der Preis für ein selbstgedrehtes Video mit dem Titel „The Network“ zuerkannt. Neben einigen Werbeartikeln des Schulbuchverlags Cornelsen wie Schlüsselanhänger und Lesezeichen erhielt die Gruppe 200 Euro Preisgeld, welches die Schüler nach Absprache mit der Schule sinnvoll nutzen sollen. Zudem erhielten die Schüler noch eine Reihe von Jugendbüchern in englischer Sprache vom Fischer Verlag. Darüber hinaus wurde Jonathan Smith mit einem Sonderpreis in der Kategorie „besondere Leistungen in Englisch“ ausgezeichnet. 

 

Die BILI-AG 6 spielt Theater

Einmal im Jahr schlägt für die 6. Klassen des Bilingualen Zweiges am Taunusgymnasium die Stunde des Theaters. Einstudiert hatte die Bili-AG „The cool cat with the fancy boots“ von Paul Davenport: In der amüsanten Geschichte geht um einen alten Müller, der nicht sterben möchte, ohne sein Testament gemacht zu haben. Deshalb trifft er sich mit seinen drei Söhnen, um die Sache nicht länger vor sich herzuschieben. Der erste Sohn soll die Mühle erhalten, der zweite den alten Esel. Schon hier scheint großes Konfliktpotential zu schlummern. Der dritte schließlich bekommt Puss, die alte Katze, die allerdings ihrem neuen Besitzer verspricht, ihn reich und berühmt zu machen. Man erlebte eine lebendige Inszenierung mit witzigen Pointen, die ihre Wirkung auf das Publikum ganz offenbar nicht verfehlten.

Große Erfolge bei „The Big Challenge“

Bald kann „The Big Challenge“ sein 20jähriges Jubiläum feiern: 1999 wurde auf Initiative einer Gruppe von Englischlehrkräften in Frankreich in einigen Schulen zum ersten Mal ein großer Englischwettbewerb veranstaltet: „The Big Challenge“. Angesichts des großen Erfolgs und den damit verbundenen organisatorischen Anforderungen gründeten diese Lehrer in Frankreich schließlich ein Team, das ausschließlich für die Organisation und Durchführung des Wettbewerbs verantwortlich ist.
Den Big Challenge gibt es heute in sieben Ländern: Frankreich, Deutschland, Österreich, Spanien, Schweden, Polen und den Niederlanden. Die deutsche Variante wird seit 2005 durchgeführt. The Big Challenge ist also ein europäisches Event und hat dafür im Jahr 2014 das European Language Label erhalten. Das Taunusgymnasium Königstein nimmt regelmäßig am Wettbewerb teil, und dies mit respektablem Erfolg: In allen Jahrgangsstufen lagen die in diesem Jahr mit Preisen ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler des Taunusgymnasiums deutlich über dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Den 1. Platz auf Landes- und Bundesebene mit 342,50 von 350 erreichbaren Punkten belegte Tiziana Meyer aus der Klasse 8b, den 3. Platz auf Bundesebene mit 335 von 350 erreichbaren Punkten belegte Linus Dittmer aus der Klasse 9a.

Die folgende Aufstellung zeigt die Jahrgangsbesten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Taunusgymnasiums:

Jahrgang 5

1. Finnegan Adryan  5b (341,25 Pkt)
2. Clara von Hollen  5b (329,50 Pkt)
3. Seojin Yoon 5b (318,75 Pkt)
4. Silvana Brinza  5c (312,50 Pkt)
5. Joshua Lohmann  5b (306,25 Pkt)

Jahrgang 6

1. Ruben Förster  6e (332,50 Pkt)
2. Sebastian Schulze 6a (326,75 Pkt)
3. Alexandra Turowski 6a (325,50 Pkt)
4. Max Land  6e (325,50 Pkt)
5. Nils Bischof  6e(323,75 Pkt)
6. Lukas Herold 6d (318,50 Pkt)

Jahrgang 7

1. Lina Schumann 7g (335,50 Pkt)
2. Helena von Hörsten 7g (333,75 Pkt)
3. Ashley Zhou 7c (333,75 Pkt)
4. Mark von Hollen 7c (327,75 Pkt)
5. Lydia Petschull 7c (327,75 Pkt)
6. Carolina Lange 7g (323,50 Pkt)

Jahrgang 8

1. Frederic Cahn von Seelen 8b (332,50 Pkt)
2. Tim Fischmann 8c (326,50 Pkt)
3. Takashi Lakebrink 8c (326,25 Pkt)
4. Oliver Petschull 8b (316,25 Pkt)
5. Marian Street 8b (308,75 Pkt)
6. Benedict Göbel  8b (301,75 Pkt)

Jahrgang 9

1. Florian Schwalber 9c ( 298,00 Pkt)
2. Marinus Wack 9c (272,50 Pkt)
3. Isabel Kopp 9a(262,50 Pkt)
4. Cheyenne Scholz 9a(256,25 Pkt)
5. Tobias Langewand  9c (252,50 Pkt)