Der PoWi-Lk auf der Suche nach dem Wert des Geldes bei der EZB und Bundesbank
Wo ist der Wert meines Geldes geblieben? Woher kommt das Geld und wie sicher ist es?
Zu diesen Fragestellungen machte sich der PoWi- Leistungskurs von Herrn Blum am 16.1.20 auf den Weg nach Frankfurt, um in den mächtigen Gebäuden der EZB und der Bundesbank nach Antworten zu suchen. Denn die EZB ist zuständig für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld, die diese lebensnotwenige Droge an die Bevölkerung „verchecken“.
Doch wir waren nicht wenig enttäuscht, als wir nach langer Sicherheitskontrolle lediglich in das Besucherzentrum durften, wo wir für unsere Recherche IPads, die mit dem Raum interagierten, sowie einen kurzen Vortrag über die Aufgaben der EZB erhielten. Leider wurden uns, in diesem imposanten Gebäude und trotz modernsteter Technik, nur wenige Antworten auf unsere Fragen gegeben. Wir hatten eher den Eindruck, dass uns die Animationen und Spiele in der Ausstellung von der detektivischen Arbeit ablenkten.
Da uns der Zugang zum Hauptgebäude verwehrt blieb, machten wir uns weiter auf die Suche. In Frankfurt, dieser Stadt der Banken, musste doch irgendwo der Wert des Geldes geblieben sein. So kamen wir, nach einem stärkenden Abstecher an der Hauptwache, schließlich zur Zentrale der Deutschen Bundesbank. Dort gibt es, so wurde uns gesagt, einen dunklen Keller, wo sich wahrhafte Schätze befinden. Zahlreiche Goldbarren, alte Goldmünzen aus römischer Zeit, das erste Papiergeld sowie zig Informationen über und um Geld sollen dort gebunkert sein.
Doch bevor wir uns in dem Keller der Bundesbank, über dessen Pforte in großen Lettern das Wort „Geldmuesum“ geschrieben steht, bereichern konnten, wurden wir von dem Beamten Schröder erwischt und in einen Seminarraum abgeführt. Dort erhielten wir eine sehr lehrreiche Standpauke über unsere detektivische Neugier. Herr Schröder, der wohl sehr reich sein muss, da er eine große Kiste mit Goldmünzen bei sich trug, erklärte uns, in einer sehr klaren und humorvollen Art, die Aufgaben und Instrumente der Zentralbanken im Eurosystem. Um uns deutlich zu machen, wo der Wert unseres Geldes geblieben ist, ging er besonders auf die Geldpolitik, die Bankenaufsicht, das Finanz- und Währungssystem sowie auf den Zahlungsverkehr mit und ohne Bargeld ein. Dabei griff er immer wieder in seine Goldkiste und warf den besonders schlauen Zuhörern ein paar Goldmünzen zu.
Die Antwort war zum Schluss klar, den Wert unseres Geldes erhalten wir nicht wieder. Doch umsonst war unsere Suche nicht. Denn wir hatten neben ein paar essbaren Goldmünzen etwas viel Wichtigeres auf dieser Reise durch die Zentralbanken Frankfurts mitgenommen. Etwas, was nie an Wert verliert und uns niemand nehmen kann: Wissen.

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