Der Theatersaal des Taunusgymnasiums war am Freitag, dem 24.01.20, bis auf den letzten Platz besetzt, als „Deutsch für Semantiker 4.0“ angesagt war.
Nach einer musikalischen Aufwärmphase war es Amelie Raniowska, die sehr souverän und witzig die Eröffnungsrede hielt. Danach ging es wie gewohnt Schlag auf Schlag. Die „dominante“ Bäckereifachverkäuferin Emma Bünnemeyer redete den harmlosen Kunden Julius Degenkolb in Grund und Boden. Dabei wollte der nur „vier frische warme Brötchen und ein leckeres Krassong“ käuflich erwerben. Insgesamt gibt es fünf Bäckereiszenen im Programm, während derer weitere Brotvarianten und diverse Kuchenteilchen über die Ladentheke gehen. Die letzten beiden Szenen erfuhren eine zusätzliche Vehemenz durch eine zweite Bäckereifachverkäuferin namens „Tina“, der perfekten Rolle für Lea Lauterbach.
Auf die erste Bäckereiszene folgten nun ein paar Gedichte aus der Feder von Franz-Peter Budde, die er ironisch „Migrationszyklus“ nennt. Es geht um die Einwanderer Nilgans, Waschbär, Buchsbaumzünsler, Eichenprozessionspinner und um den sich wieder ansiedelnden Wolf. Hella Todt und Tom Eiserbeck trugen diese Gedichte sehr angenehm vor. Beim anschließenden „Zickenquiz“ konnten Anna Zacharides und Mara Kos nicht verbergen, dass Sie Spaß an ihrem Text hatten.
Um Langeweile und Brieftauben geht es in dem Sketch, den Rafael Westrik und Fabian Rusch als „Erwin“ und „Roman“ zum Vortrag brachten. Erwin hat unglaubliche Langeweile, weil seine Lehrerin ihm das Handy abgenommen hat. Gegen diese Langeweile kommen am Ende die Brieftauben ins Spiel. Der Text ist im Ruhrpottdeutsch abgefasst, den sich beide aber perfekt „draufgeschafft“ haben.
Nun erfolgte der überzeugende Auftritt von Carina Hofstetter als Taunussekretärin. Wie sie mit dem fiktiven Regierungspräsidenten telefonierte, das war schon ziemlich gekonnt. Aber auch die beiden anderen „Sekretärinnen“ Anne Burkhartova und Hella Todt wussten in ihren Rollen zu gefallen.
Der letzte Sketch des Abends fand im Lehrerzimmer statt, wo Franz-Peter Budde mit Kordula Wielens im Gespräch war, während er ein Kreuzworträtsel löste. Plötzlich tauchte Noah Hellbach auf. Er musste in den Trainingsraum.
Zwischenzeitlich gab es immer wieder „komische“ Lieder mit Franz-Peter Budde und dem in Königstein nicht unbekannten Pianisten und Organisten Kevin Haubitz, den man definitiv als musikalische Seele der Semantiker bezeichnen muss.
Insgesamt war das ein gelungener und kurzweiliger Abend, der sowohl am Freitag, dem 28.02.20, als auch am Sonntag, dem, 01.03,20 um 18.00 Uhr, jeweils am Ort des Geschehens eine Wiederauflage erfährt.

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