WAS IST DAS AMGURI-POJEKT?

 

 

Wir sind eine Gruppe von sozial engagierten Schülern und Schülerinnen des Taunusgymnasiums, die sich unter dem Motto „Jeder Mensch hat ein Recht auf Bildung!“ und in Zusammenarbeit mit der Stiftung Childaid Network Königstein (www.childaid.de) seit über 10 Jahren für mehr Bildungsgerechtigkeit im Nordosten von Indien einsetzen. Hervorgegangen ist unsere AG 2010 aus einem Spendenprojekt der Klasse 8d, bei dem für die Erdbebenopfer von Haiti gesammelt wurde. Mittlerweile treffen wir uns einmal pro Woche, um anstehende Veranstaltungen zu organisieren, aber auch um über die Lage in unserer Projektregion Amguri zu sprechen, uns Fotos anzuschauen oder zusammen einen Nachmittag indisch zu kochen. Denn wir sehen uns nicht nur als Arbeitsgruppe oder Spendensammler, auch sind wir mit der Zeit zu einer kleinen Familie zusammengewachsen, die gemeinsam lachen kann und Spaß an der Arbeit hat!


WAS IST UNSER ZIEL?

Da unserer Meinung nach jeder ein Recht auf Bildung hat, engagieren wir uns dafür den Weg zu ebnen, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Kindern, die es bei weitem nicht so gut haben wie wir hier in Deutschland, möchten wir Zugang zu mehr Bildung ermöglichen. Darum unterstützen wir unsere Patenschule mit gezielten Spenden, um u. a. die Ausweitung von derzeit acht auf zwölf Schuljahre zu erreichen.


WAS MACHEN WIR?

Immer mit unseren Zielen vor Augen organisieren wir in regelmäßigen Abständen verschiedene Veranstaltungen wie zum Beispiel:

  • groß angelegte Pfandsammelaktionen
  • Patenschaften
  • Kuchenverkauf
  • „Amgurihase“ vor Ostern und der Amguri-Nikolaus vor Weihnachten
  • Projekttage für unsere Fünft- und Sechstklässler
  • Verschiedene Attraktionen bei Schulveranstaltungen
  • Bobbycar-Rennen in der Königsteiner Fußgängerzone
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Ein Projekt, auf das wir als AG besonders stolz sind, ist unsere Pfandflaschenprogramm, das sich mittlerweile in den Schulalltag integriert hat. Im gesamten Gebäude stehen „Pfandboxen“ in die man seine Flaschen werfen kann. Diese Boxen werden jeden Tag von uns geleert und die Flaschen beim Supermarkt eingelöst. So kommen wir pro Monat auf einen Betrag von über 100 Euro und können so dauerhaft eine Lehrerstelle an unserer Patenschule finanzieren.
Ein zweites großes Projekt sind die Patenschaften der Schüler/Innen der fünften und sechsten Klassen. Wer eine Patenschaft von 25 Euro übernimmt, ermöglicht einem Kind in Amguri den Schulbesuch für ein Jahr. Außerdem stehen wir in gutem Kontakt zu dem Schulleiter, Pater Ignatius, und den indischen Schüler*innen, so dass wir von Zeit zu Zeit Fotos, Briefe oder gemalte Bilder austauschen können, um so vor allem den kleineren Helfern zu zeigen, was wir mit ihrer Unterstützung schon erreicht haben.
Thomas Brinkmann, Christine Bosch und Niklas Langner, alle drei Lehrer am TGK und Leiter der AG, waren schon einige Male zu Besuch in Amguri und kennt die Situation vor Ort. Genau wie einige Ehemalige, die in der AG tätig waren und nach dem Abitur nach Indien gereist sind um vor Ort aktiv zu werden und das Erreichte mit eigenen Augen zu sehen. Unser letzter Besuch war im Herbst 2018 (Herr Brinkmann, Frau Bosch, drei Abiturient*innen). Diesem Beispiel wollen viele der derzeitig im Projekt aktiven Schüler/Innen folgen und nach ihrem Abitur ebenfalls in die Projektregion reisen.

 


VORSTELLUNG UNSERER PATENSCHULE

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Unsere Patenschule, die Don Bosco School in Amguri, Nordostindien wird derzeit von rund 730 Schülerinnen und Schülern besucht. Circa die Hälfte gehört der Mehrheitsethnie der Bodos an. Die andere Hälfte sind Santhals (ehemalige Teepflücker). Sie leben in sehr ärmlichen Verhältnissen, was maßgeblich durch die Aufstände im Jahr 1996 verursacht wurde.
Zurzeit reichen in Amguri die Möglichkeiten zur Bildung vom Kindergarten bis zur zehnten Schulklasse und die Schüler*innen können die Schule mit einem mittleren Schulabschluss („Matriculation“ – in etwa vergleichbar mit unserer Mittleren Reife) verlassen. Ungefähr 50% der Schüler/innen leben dort in einem Internat, die anderen 50% nehmen teils weite Fuß-, Bus- oder Autowege auf sich, um am Unterricht teilnehmen zu können.
Seit September 2012 verfügt die Schule nun auch über einen Stromanschluss, so dass der bis dahin nur sporadisch genutzte Computerraum (sofern der Generator lief) endlich in Betrieb genommen werden konnte.
 Der Tagesablauf in der Don Bosco School, der um 5.20 Uhr beginnt und um 21.30 Uhr endet, ist recht streng organisiert, wobei die Kinder neben ihrem Unterricht noch gewisse Aufgaben des täglichen Lebens (fegen, Wäsche waschen, etc.) zu erledigen haben. Die Schule ist im Februar 2020 von zwei auf drei Stockwerke erweitert worden und hat damit die räumlichen Voraussetzungen geschaffen, zweizügig zu werden.

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Corona

Corona hat auch Indien schwer getroffen. In Amguri sind die meisten Eltern unserer Schüler*innen Tagelöhner und konnten während der Ausgangssperre nicht arbeiten gehen. Sie verdienten kein Geld mehr und können ihre Familien nicht mehr ernähren. Gleichzeitig sind die Lebensmittelpreise extrem gestiegen. Auch die Schule war geschlossen, so dass die Mahlzeit dort für die Kinder auch entfiel. Pater Ignatius, der Schulleiter unserer Patenschule, hat zusammen mit freiwilligen Helfern Notrationen mit Reis, Soja und Öl für viele Familien gepackt und verteilt.

Die Schule öffnet wieder am 21.09.2020, allerdings zunächst nur für die Klassen 9 und 10. Hoffentlich stabilisiert sich die Lage schnell und alle Schüler*innen können bald wieder unterrichtet werden.

Auch unsere AG stellt Corona vor Schwierigkeiten: Wir können uns nicht als Gruppe treffen und müssen unsere Planungen über Videokonferenz oder soziale Medien machen. Viele der Aktionen, die wir sonst machen, wie z.B. Kuchenverkauf, ist derzeit auch nicht durchführbar und andere, z.B. die Pfandflaschensammlung, ist stark zurück gegangen. Wir versuchen dem kreativ zu begegnen und haben beispielsweise eine Instagram-Aktion durchgeführt und verkaufen derzeit abgepackte Snacks (Studentenfutter, Nüsse, Vollkornkekse und -kräcker) in den Pausen.

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DU WILLST MITMACHEN?

Wir freuen uns immer über Zuwachs! Du bist Schüler des Taunusgymnasiums in Königstein und gehst mindestens in die achte Klasse? Dann wende dich an Herrn Brinkmann, Frau Bosch oder Herrn Langner.

WIE ERREICHT MAN UNS?

Für nähere Informationen und Fragen aller Art stehen wir selbstverständlich gerne zu Verfügung!
Erreichen können Sie uns per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wenn Sie wie wir der Meinung sind, dass es sich lohnt, die Don Bosco School in Amguri zu unterstützen, freuen wir uns natürlich über jede Spende! Man kann bequem online über Childaid Network direkt für Amguri spenden (https://www.childaid.net/spenden; unter Projektauswahl „Amguri Patenschule Taunusgymnasium“ anwählen).

FAQs

  • Wie kann man helfen?
    Es gibt viele Möglichkeiten zu helfen!
    - Patenschaft von 25Euro pro Jahr übernehmen und damit einem Kind den Schulbesuch finanzieren
    - Schüler*innen ab der 8. Klasse können sich aktiv in der Amguri-AG beteiligen und dort Aktionen organisieren, Patenschaftsbriefe verteilen, Kuchen backen und verkaufen, Pfandflaschenboxen leeren, und vieles, vieles mehr.
    - Geld spenden: per Umschlag an die betreuenden Lehrer oder online über die Homepage von Childaid (siehe oben)
  • Kommt das ganze Geld, das gespendet wird, an?
    Ja, das ganze Geld kommt an. Wir arbeiten alle ehrenamtlich und wenn wir etwas für uns als AG machen, wie z.B. indisch kochen, teilen wir die Unkosten auf.
  • Warum bezahlt nicht der indische Staat für die Schulbildung der Kinder?
    Das ist eine sehr schwierige Frage. Eigentlich zahlt der Staat schon für die Schulbildung. Aber die Qualität ist oft sehr schlecht (sehr viel Unterrichtsausfall, riesige Klassen, weite Wege) und insbesondere die Minderheit der Santhals sind oft nicht in der Lage, die „normalen“ Schulen zu besuchen, weil die ethnischen Spannungen in der Region groß sind und sie die Sprache der Mehrheit der Botos nicht beherrschen.
  • Gehen die Kinder gerne zur Schule?
    Die Kinder in Amguri sind sehr fröhliche und selbstbewusste Kinder und sind froh, in so eine gute Schule gehen zu können. Unsere Schule ist eine wahre „Leuchtturmschule“ in der Region.
  • Wie können 25 Euro reichen, um ein Kind ein Jahr lang zur Schule zu schicken?
    Im ländlichen Indien sind die Preise nicht vergleichbar mit den Preisen hier. Ein Lehrer verdient z.B. ca. 100Euro im Monat; die Klassen sind groß 8 (bis zu 60 Schüler*innen) und die Ausstattung sehr einfach.
  • Was motiviert Sie, sich für Amguri zu engagieren?
    Mich persönlich motiviert der große Hebel, mit dem wir in Amguri ansetzen können. Mit für uns relativ wenig Geld – 25 Euro – kann man dort wirklich viel bewegen – ein Kind ein Jahr lang in die Schule schicken. Mit einer guten Ausbildung erhalten die Kinder die Möglichkeit, ihr Leben zu gestalten. Wenn ich an meine Besuche in Amguri denke, dann freue ich mich über die vielen lachenden, selbstbewussten Kinder dort. Für sie ist ein Schulbesuch keine Selbstverständlichkeit.
  • Was wäre wenn...?
    Wenn jeder Schüler und jede Schülerin und jeder Lehrer und jede Lehrerin am TGK jeden Monat einen Euro spenden würde, dann wäre das in einem Jahr rund 15 000 Euro! Unser Traum wäre es, wenn wir das verwirklichen könnten.
  • Wie soll es in Amguri weitergehen?
    Unsere Vision ist es, dass Amguri von derzeit 700 Schüler*innen auf 1400 Schüler*innen wachsen kann und die Schüler*innen bis zum Abitur führen kann. Dazu braucht es ein neues Schulgebäude mit neuen KlassenräumenWas wäre wenn...?Wenn jeder Schüler und jede Schülerin und jeder Lehrer und jede Lehrerin am TGK jeden Monat einen Euro spenden würde, dann wäre das in einem Jahr rund 15 000 Euro! Unser Traum wäre es, wenn wir das verwirklichen könnten.Wie soll es in Amguri weitergehen?
    Unsere Vision ist es, dass Amguri von derzeit 700 Schüler*innen auf 1400 Schüler*innen wachsen kann und die Schüler*innen bis zum Abitur führen kann. Dazu braucht es ein neues Schulgebäude mit neuen Klassenräumen.
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Im folgenden Video stellen wir uns Ihnen gern vor:

 

Für einen noch besseren Eindruck kommen auch noch einmal unsere ehemaligen Schülerinnen und Schüler zu Wort:

 

 

Stand Oktober 2020

 



 

 

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