Bereits zum dritten Mal stellte das Taunusgymnasium Königstein am 25. August einen ganzen Schultag ganz in den Dienst eines Themas, das in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung und wachsender Desinformation aktueller kaum sein könnte: Demokratie und Vielfalt. Ziel des Aktionstags war es, das respektvolle Miteinander innerhalb der Schulgemeinde zu festigen, ein Bewusstsein für die Bedeutung demokratischer Strukturen zu schaffen – und nicht zuletzt die Schülerinnen und Schüler zu ermutigen, selbst Verantwortung zu übernehmen, in der Schule wie auch in der Gesellschaft.

Im Zentrum des Tages standen die ersten vier Unterrichtsstunden, in denen sich alle Jahrgangsstufen altersgerecht mit unterschiedlichen Facetten des Themas auseinandersetzten. So beschäftigten sich die Fünftklässler mit der Frage, wie Mitbestimmung im Schulalltag konkret aussehen kann, während die Klasse 6 sich intensiv mit den Kinderrechten befasste. In Jahrgang 7 stand das Thema Grenzen setzen im Mittelpunkt – gegen sexualisierte Gewalt ebenso wie gegen körperliche und verbale Übergriffe. Die achten Klassen näherten sich Fragen von Migrationserfahrung, gesellschaftlicher Vielfalt und politischem Engagement, während der neunte Jahrgang für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sensibilisiert wurde. Die Zehntklässler setzten sich mit einer sehr gegenwärtigen Bedrohung für demokratische Gesellschaften auseinander: den Gefahren, die von Künstlicher Intelligenz, Deepfakes und Populismus ausgehen können. Die DaZ-Klassen boten Vorträge zum Thema Vielfalt an.

Auch in der Oberstufe wurde das Thema vertieft: Die E-Phase widmete sich der künstlerischen Dokumentation des Tages und seiner Ergebnisse, die Q1 nahm Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in den Blick, und die Q3 stellte sich der anspruchsvollen Frage, wie viel Freiheit eine Demokratie verträgt – auch gegenüber ihren eigenen Gegnern.

Den gemeinsamen Abschluss des Vormittags bildete in der fünften Stunde eine Veranstaltung in der Sporthalle, zu der sich die gesamte Schulgemeinde versammelte. Hier präsentierten Lernende der E-Phase erste Arbeitsergebnisse des Tages in Form von Sprechblasen, die einen anschaulichen Einblick in die Gedanken und Erkenntnisse der Jahrgangsstufe gewährten. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Schülerband 130 sowie die Lehrerband, die der Veranstaltung mit ihren Auftritten eine mitreißende Atmosphäre verliehen.

In ihrer Ansprache betonte Schulleiterin Frau Herbst, wie wichtig es gerade in der heutigen Zeit sei, sich für Demokratie und Vielfalt einzusetzen – und diese Werte nicht nur zu benennen, sondern auch im Schulalltag aktiv zu leben. Besonderen Dank richtete sie an die Organisatorin Frau Strube, die mit ihrem Team eine große Vielfalt an Unterrichtsmaterialien zusammengestellt und dem Tag damit erst die wertvollen Denkanstöße ermöglicht hatte, von denen alle Jahrgangsstufen profitierten.

Die als Sprechblasen visualisierten Ergebnisse der E-Phase wurden im Anschluss von Frau Felde im Schulgebäude arrangiert, sodass sie auch über den Aktionstag hinaus präsent bleiben und noch lange an das gelungene Event sowie seine zentralen Erkenntnisse erinnern werden.   (Rmy)

 

 

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