Bereits zum dritten Mal präsentierte die Big Band des Taunusgymnasiums ihr Können im restlos gefüllen Theaterraum – und brachte das begeisterte Publikum mit einer energiegeladenen Mischung aus Jazz, Funk und Rock zum Mitgrooven. Das Erfolgsrezept der Vorjahre hatte auch dieses Mal Bestand: Herr Hublow, der Leiter der stetig wachsenden Band, war erneut mit seinen Schützlingen für drei intensive Probentage in die Jugendherberge Oberreifenberg aufgebrochen, um das anspruchsvolle Programm zu perfektionieren.
Beim Konzert unterstützten wieder einige ehemalige Mitglieder die aktuelle Besetzung – ihre Erfahrung und ihr musikalisches Können bereicherten den Gesamtklang spürbar. Auch in diesem Jahr hatte Herr Hublow mit Hingabe zahlreiche Stücke speziell für die Besetzung der Big Band arrangiert, sodass jedes Band-Mitglied entsprechend seiner Fähigkeiten optimal eingebunden werden konnte.
Der Einsatz zahlte sich aus: Elf mitreißende Stücke – vom klassischen Jazz über erdigen Funk und Klassik bis zum kraftvollen Rock – demonstrierten eindrucksvoll, welche stilistische Vielfalt eine Big Band bieten kann. Die Musiker füllten den Raum mit ihrem druckvollen Sound, und das sichtlich begeisterte Publikum wippte durchgehend im Takt mit. Herrn Hublow gelang es dabei, humorvoll und kurzweilig durch den Abend zu führen.
Schon das Eröffnungsstück „Drama For Your Mama“ von Victor Lopez zeigte, in welche Richtung der Abend gehen würde: energiegeladen und mitreißend. Schulleiterin Frau Herbst würdigte in ihrer Begrüßung das außerordentliche Engagement aller Mitwirkenden und die monatelange intensive Vorbereitung. Mit „Joyful Time“ brachte die Band anschließend Beethoven in ein völlig neues Gewand – ein gelungener Brückenschlag zwischen Klassik und Big-Band-Sound.
Der Soul-Klassiker „Hallelujah I Love Her So“ von Ray Charles sorgte für beschwingte Stimmung, bevor „Cubano Chant“ von Ray Bryant in der Version von Mike Story lateinamerikanisches Flair verbreitete. Bei „Oh Jonny“ vom Hamburger Künstler Jan Delay bewies die Band, dass sie auch aktuelle deutschsprachige Pop-Musik überzeugend interpretieren kann. Herausragend auch der Gesang von Lenka Ilic (9a), die lässig-soulig den Hamburger-Kiez-Flair nach Königstein brachte – aber auch bei weiteren Stücken in anderen Stilrichtungen durchweg überzeugte. Unterstützt wurde sie dabei immer wieder stimmgewaltig von Emi Kanithasen (Q1).
Ein weiteres Highlight des Abends waren die beiden Auftritte der Formation „Not2Bad“ – einer kleineren Auswahl der versiertesten Big-Band-Musiker. Elias Leemüller, Alex Poppe, Johann Behling, Lukas Kieslich, Zhe Cheng und Philip Kriegeskotte zeigten bei „There Will Be Never Another You“ von Harry Warren sowie später bei „Scorpion“ von Derek Sherinian, zu welch beeindruckenden Leistungen sie fähig sind. Beide Stücke wurden von Elias Leemüller eigens arrangiert, und die technisch anspruchsvollen Soli ernteten begeisterten Applaus.
Zurück zur vollen Big-Band-Besetzung ging es mit „Reboot“ von Vince Gassi, einem modernen Jazz-Stück mit komplexen Rhythmen. Der Funk-Hit „Long Train Running“ der Doobie Brothers in Herrn Hublows Arrangement mit Gesang von Lenka Ilic ließ niemanden mehr still sitzen – der Groove war einfach unwiderstehlich.
Bereits aus dem Vorjahr kannten einige Zuhörer „Crazy Train“ von Ozzy Osbourne, das auch in diesem Jahr nichts von seiner Wirkung verloren hatte. Die Heavy-Metal-Hymne funktionierte auch in der Big-Band-Version hervorragend und wurde vom Publikum mit großem Applaus bedacht.
Den krönenden Abschluss des offiziellen Programms bildete „Smoke On The Water“ von Deep Purple – der Rock-Klassiker schlechthin. In Martin Hublows Bearbeitung entfaltete das legendäre Riff eine ganz neue Dimension, und die Band ließ es noch einmal richtig krachen.
So endete ein Abend voller mitreißender Rhythmen, virtuoser Soli und purer Spielfreude. Die Big Band des Taunusgymnasiums hat erneut bewiesen, dass sie zu den musikalischen Aushängeschildern der Schule zählt. (Rmy)
Musikerinnen und Musiker:
Gesang: Lenka Ilic (9a), Emi Kanithasen (Q1)
Klarinetten: Felix Dölken (9a), Lea Dützmann (7b), Johannes Hogg (9c), Ernesto Montellano (8c), Maria Silakov (8e), Timur Sydorov (7b), Nicole Tan (7a)
Saxophone: Benji Agne (7b), Kevin Koschmieder (7f), Robert Kunst (7d), Leo Luo (8a), Emma Oswald (8a), Denis Reznichenko (9f), Frieda Schneider (8a), Luca Straßberger (E1)
Trompeten: Ida Bruhn (7f), Fabian Gdanitz (7e), Woo June Kang (9a), Roman Worsdale (8b), Sophia Zurwehme (8a), Philip Kriegeskotte
Horn: Darius Cleppien (9a)
Posaunen: Johann Behling (Q1), Nelio Buompane (6b), Elisa Calabro (7d), Jonas Zakotnik (8a)
E-Gitarre: Philipp Dützmann (9a)
Klavier: Raphael Jähnig (8c)
E-Bass: Zhe Cheng (Q3)
Schlagzeug: Leopold Schadly (7a)
Gäste: Lukas Kieslich, Schlagzeug; Elias Leemüller, Klavier; Alex Poppe, E-Gitarre
Leitung: Martin Hublow